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Bestandsschutz

Kurz gesagt geht es beim Bestandsschutz, der ab dem 01.10.2020 (neu durch Corona: 31.12.2020)  in Kraft getreten ist, um die erneute Prüfung Ihrer beruflichen Qualifikation auf fachliche Mindeststandards. Diese muss in Form von einzureichenden Unterlagen bei der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) nachgewiesen werden.

Es besteht eine Übergangsreglung für Kursleitungen, die ihre Ausbildung (Berufs- oder Studienabschluss bzw. nichtformale berufliche Qualifikation) zwischen dem 31.12.2020 und 31.12.2024 abschließen. Sollten Sie innerhalb dieses Zeitraumes Ihren Abschluss erlangen, können Sie bis einschließlich 31.12.2025 den Prüfantrag nach Abschlüssen einreichen. Sie werden dann nach Ihren Grund- und Zusatzqualifikationen geprüft und müssen keine Mindeststandards nachweisen.

Verfügen Sie über einen staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschluss müssen mindestens 60% der genannten Mindeststandards durch den entsprechenden erlangten Abschluss nachgewiesen werden. Fehlen Inhalte, können diese um bis zu 40% durch Qualifizierungsmaßnahmen (Aus-, Fort- und Weiterbildungen) ergänzt werden.

Reglungen zur Anerkennung von Institutionen und Regelungen zu Ausbilderqualifikationen

Aus den Kriterien zur Zertifizierung von Kursangeboten in der individuellen verhaltensbezogenen Prävention nach § 20 Abs. 4 Nr. 1 SGB V (Stand 23.11.2020, veröffentlicht Internetseite GKV-Spitzenverband) können Sie die Voraussetzungen zur Qualitätssicherung der Aus-, Fort – und Weiterbildungen entnehmen. Folgende Kriterien sind zu erfüllen und zu bescheinigen:

1. Alle Aus-, Fort- und Weiterbildungsinstitute müssen für die Erfüllung der Mindeststandards, gemäß Leitfaden Prävention, weitere Qualitätskriterien erfüllen. Dazu muss eines der folgenden Merkmale nachgewiesen werden:

• Staatliche Anerkennung der Institution durch eine Behörde,
• Vergabe von staatlich anerkannten Berufs-/Studienabschlüssen durch die Institution,
• Es handelt sich bei der Institution um einen Berufs- oder Fachverband oder
• Institution ist Mitglied in einem Fachverband/ Mitgliedsverband.

2. Die Institutionen der Aus-, Fort- und Weiterbildung, die keinen staatlichen Berufs- oder Studienabschluss vergeben, müssen einen Nachweis der Ausbilderqualifikation erbringen. D.h., auf der Abschlussurkunde muss bescheinigt werden, dass die aufgeführten Fachinhalte von fachlich qualifiziertem Personal unterrichtet wurden. Hierfür ist eine Selbstauskunft des Institutes ausreichend. Folgender festgelegter Passus ist verbindlich auf der Abschlussurkunde vom Institut aufzuführen:

„Die Vermittlung der im Leitfaden Prävention genannten fachwissenschaftlichen Kompetenzen, wie Medizin, Pädagogik, Psychologie, Bewegung, Ernährung, Stress, Sucht und Forschungsmethoden, erfolgt durch Fachpersonal das über entsprechende Berufs- oder Studienabschlüsse verfügt.“

Beide Anforderungen werden im April 2021 in der Prüfung wirksam.

Bestandsschutz und Präventionsprinzipien

Der Bestandsschutz wird auf die Grundqualifikation (zum Beispiel Physiotherapeut) eines Kursleiters gewährt. Er gilt für das entsprechende Präventionsprinzip, in dem der Kursleiter mit mindestens einem Kurs zertifiziert ist.

Beispiel: Wenn Sie mit unserem Konzept Faszientraining (Präventionsprinzip 1) vor dem 1. Oktober 2020 (bzw. neu 31.12.2020) zertifiziert sind, dann gilt Ihr Bestandsschutz für das ganze Präventionsprinzip 1.

Das heißt: Sofern ein Kursleiter einen weiteren Kurs für das geiche Präventionsprinzip einreicht, für das Bestandsschutz erteilt wurde, wird die Grundqualifikation nicht erneut geprüft.

Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Wenn nun der Kursleiter neben seinem zertifizierten Kurs Faszientraining im ersten Präventionsprinzip auch das Konzept Sturzprävention (Präventionsprinzip 2) zertifizieren lassen will, wird hierfür die Grundqualifikation erneut geprüft.

Wofür gilt der Bestandsschutz?

Der Bestandsschutz und damit die dauerhafte Anerkennung einer Grundqualifikation gilt immer für ein einzelnes Präventionsprinzip und einen Kursleiter und kann für verschiedene Präventionsprinzipien erteilt werden, sofern die entsprechenden zertifizierten Kurse in verschiedenen Präventionsprinzipien vorhanden sind.

Dies bedeutet, dass der Bestandsschutz nicht an Praxen o.ä.  vergeben wird. Der Bestandsschutz gilt immer auf individueller Ebene. Deshalb bezieht er sich stets auf eine konkrete Person und deren Qualifikation, die dann dort auf der Webseite der ZPP hinterlegt wird.

Relevante Handlungsfelder

Im individuellen Ansatz der Prävention nach §20 finden sich drei Handlungsfelder mit Präventionsprinzipien, die für Sie von Relevanz sind:

Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten

  • Präventionsprinzip 1 – Reduzierung von Bewegungsmangel
  • Präventionsprinzip 2 – Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken

Handlungsfeld Stressmanagement

  • Präventionsprinzip „Förderung von Entspannung“ – Palliativ-regeneratives Stressmanagement

Zu welchen Präventionsprinzipien gehören unsere Kurse?

  • Die Neue Rückenschule (Lizenz Rückenschullehrer KddR) / Präventionsprinzip 2
  • Rückengesundheit Kinder (Lizenz) / Präventionsprinzip 2
  • Kursleiter/in Autogenes Training / Präventionsprinzip “Förderung von Entspannung”
  • Kursleiter/in Aquatraining / Präventionsprinzip 1
  • Kursleiter/in Beckenbodentraining / Präventionsprinzip 2
  • Kursleiter/in Coretraining / Präventionsprinzip 2
  • Kursleiter/in Faszientraining / Präventionsprinzip 1
  • Kursleiter/in Functional Training / Präventionsprinzip 2
  • Kursleiter/in Funktionelles Zirkeltraining / Präventionsprinzip 2
  • Kursleiter/in Herz-Kreislauf-Training / Präventionsprinzip 1
  • Kursleiter/in Progressive Muskelentspannung / Präventionsprinzip “Förderung von Entspannung”
  • Kursleiter/in Rückentraining / Präventionsprinzip 2
  • Kursleiter/in Sturzprävention und Sturzprophylaxe / Präventionsprinzip 2
  • Vom Walken zum Nordic Walking / Präventionsprinzip 1
  • Kursleiter/in Wirbelsäulengymnastik / Präventionsprinzip 2

Weitere Informationen

Bei Rückfragen steht die ZPP unter der Info-Hotline stehen Ihnen unter (02015) 658290 montags bis donnerstags zwischen 8:00 und 17:00 Uhr und freitags zwischen 8:00 und 15:00 Uhr oder über das Kontaktformular zur Verfügung.

Hilfreiche Infos finden Sie auch auf der Webseite der ZPP, ganz unten in der Fußleiste unter den Punkten “Downloads”, “Informationen” und “FAQ” oder auch nach Ihrem Login ganz oben rechts auf der Seite unter dem Reiter “Nutzerhilfen”.

Eine große Sammlung der am häufigsten gestellten Fragen hat der GKV hier zusammengestellt.

Auch wir vom Forum stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Kontaktieren Sie uns einfach!